17.02.2010:
Von Moskau nach Innsbruck
– Team um Franz Zorn absolviert mehr als 10.000 km in drei Wochen!
In Saalfelden im Salzburger Land herrschte gestern Nachmittag reges treiben im Hause Zorn. Nachdem Franz Zorn, Österreichs Nummer eins im Eisspeedway, bereits am Montag per Flugzeug von seinen drei wöchigen Russlandtrip zurückgekehrt war, sind am Dienstag nun auch die Mechaniker mit den Motorrädern eingetroffen. „Seit Sonntag 17 Uhr waren die Jungs unterwegs. In drei Wochen sind ca. 10.000km gefahren.“, fasst Franky Zorn zusammen. Am Sonntagnachmittag war das Abenteuer Russland in der Saison 2010 erledigt. Vor drei Wochen war das Team um Franz Zorn nach Krasnogorsk bei Moskau aufgebrochen. Bei der Mannschaftsweltmeisterschaft in Krasnogorsk konnte Zorn mit Harald Simon und Martin Leitner gemeinsam die Bronze-Medaille erringen.
Im Kampf um einen Top-Drei Platz in der Einzel-WM hat Zorn in Russland einen heftigen Rückschlag erlitten. Durch einen Serienfehler bei der Lagerung der Kurbelwellen gingen vier Motoren defekt. Zorn: „Diese Defekte haben Punkte und vor allem Nerven gekostet. In Togliati fingen die Probleme im letzten Vorlauf an. Für das A-Finale musste ich dann auf das Reservebike umsteigen, aber damit hatte ich einfach zu wenig Leistung.“ Auch in Saransk blieben die technischen Probleme. Insgesamt konnte einer der vier Motoren repariert werden und zudem ein zwei Jahre altes Aggregat für die ausstehenden Rennen aktiviert werden.
Bilanz nach vier WM-Rennen in Russland: 46 Punkte und Platz sechs in der Gesamtwertung. „Mit der Punktausbeute kann ich nicht zufrieden sein, wenn ich jedoch die technischen Probleme sehe, dann muss ich doch zufrieden sein das ich noch so gut dabei bin.“, so Zorn, „drei Wochen Russland und insgesamt vier Rennen sind einfach zu viel. Man packt alles in den Transporter was geht, aber irgendwas geht unerwartet kaputt und dann steht man da.“
Bis zum Rennen am kommenden Wochenende in Innsbruck wird das Team Zorn jedoch rund um die Uhr an den Motorrädern arbeiten. Zorn: „Der Fehler ist bekannt, neue Teile sind bestellt und wir werden nun mit Hochdruck daran arbeiten um bis Innsbruck wieder mit Top-Material fahren zu können“.
In Innsbruck, dem Herzen Tirols, wird das erste von drei Finalwochenenden in Westeuropa ausgetragen werden. Hier will Franky Zorn natürlich die Aufholjagd starten um seine Bronze-Medaille aus dem Vorjahr zu verteidigen: „Ich hoffe, dass im Stadion alles passen wird und die Organisation bestens sein wird. Am Freitag im Training müssen wir den Motoren und der Abstimmung den Feinschliff verpassen um im Rennen dann anzugreifen.“
Idealerweise will Zorn zweimal ins A-Finale einziehen. Im A-Finale starten die jeweils vier Tagesbesten um die WM-Punkte 25-20-18 und 16. Hier werden die großen Punkte vergeben und hier sieht Zorn seine Chance um in der Gesamtwertung zu den führenden Russen aufzuschließen. „Zu schlagen sind sie Alle!“, gibt sich Zorn kämpferisch.
Die Auslosung der Startplätze für das kommende Wochenende ist inzwischen ebenfalls bekannt. Zorn wird mit der Nummer vier ins Rennen gehen. Start des Rennens ist am Samstag in Innsbruck um 19 Uhr. Das Rennen am Sonntag wird um 14 Uhr gestartet werden. Informationen zum Rennen in Innsbruck und wie man sich die begehrten Tickets sichern kann sind im Internet zu finden: www.eisspeedway-innsbruck.com
Erfolge rund um Franz Zorn
Geboren wurde Zorn am 30.8.1970, die ersten Gehversuche auf Eis startete Zorn 1993. Ab 1996 stellten sich erste Erfolge ein und 1999 folgte dann die erste Qualifikation zur Eisspeedwayweltmeisterschaft. 2000 feierte Zorn dann wohl seinen größten Erfolg. Bei der Einzel Weltmeisterschaft, die an einem Wochenende in Assen ausgetragen wurde, errang der Saalfeldener den Vizeweltmeistertitel! 2008 folgte dann in Sanok/ Polen der Europameistertitel. Bereits 2006 hatte Zorn an der EM teilgenommen, damals reichte es nur zu Rang drei. Im vergangenen Jahr errang Zorn dann in der Einzelweltmeisterschaft den dritten Platz.
Mit der Mannschaft konnte Zorn 2001 & 2008 die Vizeweltmeisterschaft gewinnen und 2004& 2010 den dritten Rang belegen.
Manuel Wüst